Menschenrechts – Memory – ein Projekt vom Verein zur Förderung der Spielkultur

Im Zuge des Jahresschwerpunkts Mitbestimmung JA! beschäftigten wir uns an mehreren Tagen mit verschiedenen Teilnehmer*innen mit dem Thema Menschen- bzw. Kinderrechte.

Ziele waren dabei die Förderung der Partizipation, die Sensibilisierung zum Thema Menschenrechte, sowie die Förderung des sprachlichen Ausdrucks.

Projektverlauf

Im Zuge des Jahresschwerpunkts Mitbestimmung JA! beschäftigten wir uns mit dem Thema Menschen- bzw. Kinderrechte. Um den Kindern das Konzept der Menschenrechte näher zu bringen, benutzten wir ein Set von Bilderkarten, das von Amnesty International bereit gestellt wurde. Auf den Karten sind Situationen abgebildet, die entweder ein wünschenswertes oder ein nicht wünschenswertes Lebensereignis darstellen. Jeweils zwei Gegenteile passen zusammen, wie z.B. Kinder, die spielen vs. ein leerer Spielplatz, die gemeinsam auf ein Menschenrecht hinweisen (z.B. Das Recht auf Freizeit).

Wir legten die Bilderkarten auf dem Tisch auf und erklärten, worum es bei dem Spiel geht. Langsam tasteten wir uns an das Thema heran, indem wir uns die Bilder genau anschauten und die Kinder beschrieben, was sie sahen. Nachdem wir jedes einzelne Bild besprochen hatten, forderten wir die Kinder auf, die jeweiligen Paare zusammenzulegen. Um das gelernte Wissen zu verfestigen, spielten wir mit den Karten eine Partie Memory.

Die Kinder und Jugendlichen konnten oft sehr eindeutig sagen, worum es sich bei den Bildern handelte und waren auch sehr klar darüber, was für sie in Ordnung war und was nicht. Dies zeugt davon, dass sie bereits in ihrem Elternhaus aber auch in der Schule gewisse Werte vermittelt bekommen haben. Selbst Kinder, die sich in ihrem Ausdruck, aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse, nicht so sicher waren, beteiligten sich rege an der Diskussion, indem sie Parallelen zu bekannten Situationen, wie z.B. der Armut in ihrem Herkunftsland oder Ausgrenzung innerhalb von Freundschaften, herstellten.

Um die Bilder und Situationen in die jeweiligen Rechte einzuordnen, war es uns ein Anliegen, das Spiel noch einige Male zu spielen. So konnten die Kinder die Rechte nicht nur mit eigenen Worten beschreiben, sondern sie beim richtigen Namen nennen.

DIY?  – Link zu Materialien

Ich habe bei Amnesty International als ehrenamtliche Menschenrechtsbildnerin an Volkschulen gearbeitet und im Zuge eines Kurzlehrgangs auch die Materialien dazu erhalten.
https://www.amnesty.at/academy/schule/ehrenamtliche-r-menschenrechtsbildner-in-werden

Auf der Website von AI werden außerdem Weiterbildungen für Pädagog*innen angeboten. 
https://www.amnesty.at/academy/schule/weiterbildung-fuer-paedagog-innen

Zudem gibt es verschiedenste Bücher und Zeitschriften zum Thema Kinderrechte.  Auf YouTube gibt es viele kindgerechte Videos zum Thema Kinderrechte, wie beispielsweise dieses: 

Je nach Altersgruppe und Vorliebe empfehle ich, sich unterschiedliche Videos anzusehen und die entsprechenden auszuwählen. 

Das Memory wurde mit Kindern zwischen 8 und 14 Jahren gespielt.

Sumaya Fahrner
Verein zur Förderung der Spielkultur
Kontakt:

2+

Stadt Wien MA13

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