Positionspapier der AG Junge Wohnungslose

 „Über den Bedarf eines Gesamtkonzepts für junge Erwachsene in der Wohnungslosenhilfe“  möchte die Arbeitsgruppe Junge Wohnungslose mittels des Positionspapiers aufmerksam 
machen und zugleich wurden auch Empfehlungen zu einer besseren Unterstützung der 
betroffenen Menschen erarbeitet. 

Die Arbeitsgruppe Junge Wohnungslose (AG JUWO) wurde vor mehr als 10 Jahren mit dem Ziel gegründet, auf Missstände aufmerksam zu machen und Veränderungsprozesse in Gang zu bringen, die die Wohnsituation von jungen Menschen verbessern sollen. Die AG JUWO 

setzt sich aus Vertreter*innen diverser Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe sowie  von anderen Sozialeinrichtungen, die mit jungen Erwachsenen arbeiten, der Stadt Wien – 
Bildung und Jugend, Kinder- und Jugendanwaltschaft und der MA 11 zusammen. Auch 
Streetwork Wien nimmt, stellvertretend für die offene Jugendarbeit Wien an der 
Arbeitsgruppe teil und vertritt die Interessen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. 

Wohnungslosigkeit und bezahlbarer Wohnraum stellt für viele Menschen ein großes Problem dar. Neben all den anderen Schwierigkeiten, die im jugendlichen Alter auftreten können, 
bedeutet speziell der Verlust des Wohnplatzes oft eine kaum zu überwindende Krise. So ist 
etwa ein Drittel aller wohnungslosen Menschen in Wien zwischen 18 und 30 Jahren alt. 

Mit dem Positionspapier erarbeitete die AG JUWO Empfehlungen für die Unterstützung 
wohnungsloser junger Menschen in Wien. Dabei ist es allen Beteiligten wichtig, die Hürden 
der betroffenen Personen im Alltag, als auch die Herausforderungen der Professionist*innen  sichtbar zu machen. Einerseits sind Menschen in diesem Alter am privaten Wohnungsmarkt  kaum bis nicht wettbewerbsfähig, andererseits haben sie keine Aussicht auf 
Gemeindewohnungen mangels der zu erfüllenden Voraussetzungen.   

Dies wird zum Beispiel durch einen häufig wechselnden Wohnplatz sichtbar. Die Wenigsten  können eine durchgehende Meldeadresse vorweisen, welche aber für den Erhalt einer 
Gemeindewohnung wichtig ist. Ebenso erschwert, wird die Situation der Betroffenen durch 
altersgemäße Verhaltensmuster, welche es für Institutionen oft schwierig machen die 
Betroffenen zu erreichen, beziehungsweise kontinuierliche Unterstützungen anzubieten. Dies zeigt sich zum Beispiel auch beim Bezug der Mindestsicherung. Viele Menschen unter 25 
Jahren können die an sie gestellten Anforderungen und Mitwirkungspflichten nicht zur Gänze  oder nur teilweise erfüllen. Dadurch kommt es häufig zu Sanktionen in Form von Kürzungen der Leistungen. Dies bringt die Betroffenen in prekäre finanzielle Situationen und gefährdet 
ihre Existenz.

Für eine detailliertere Darstellung der erarbeiteten Hürden empfehlen wir das interessante 
und umfangreiche Positionspapier zu lesen:
https://www.rdk-wien.at/reader-sw-wien/positionspapier-der-ag-junge-wohnungslose.html

Markus Stodulka, BA
Streetwork Wien
Kontakt:

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Stadt Wien MA13

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