Die Wiener Spiel!straße in besonderen Zeiten

Seit Anfang Juli organisiert das FAIR-PLAY-TEAM.15 auch heuer die Spiel!Straße in der Chrobakgasse. Durch die Auswirkungen von COVID-19 haben wir unsere freizeitpädagogischen Aktivitäten und Angebote konzeptionell den Erfordernissen angepasst. Materialien müssen z.B. leicht zu desinfizieren sein und es braucht sehr viel Platz zum Spielen…

Was machen wir dann überhaupt?

Unsere Erfahrungen zeigen, dass vor allem Zirkuskünste wie Diabolo, Devil Stick, Pois, Jonglieren und Riesenseifenblasen sehr gut funktionieren. Generell bieten sich Aktivitäten an, welche Kinder alleine oder mit Abstand zueinander spielen können. Ebenso eignen sich Bewegungsspiele wie Frisbee und Federball, Staffelläufe, Geschicklichkeits- und Fahrradparcours, Tempel- und Gummihüpfen, Springschnüre, Leitergolf, Indiaca und ähnliches. Mal- und Kreativangebote funktionieren ebenso wie Riesen-Vier-Gewinnt und Kunstwerke mit Straßenkreide. Dabei ist darauf zu achten, dass jedes Kind eine eigene Kreide erhält. wenn jedes Kind eine eigene Kreide erhält.

Prävention ja – aber wie?

Generell gilt: Je weniger Material und je mehr Abstand beim Spielen eingehalten werden kann, umso besser im Sinne der Präventionsmaßnahmen.
Um die Spielstraße umsetzen zu können, wurde ein COVID-19-Präventionskonzept entsprechend der aktuellen Verordnung entwickelt: Die Verhaltensregeln werden in regelmäßigen Abständen über Mikrofon kommuniziert. Es gibt Schilder mit dem Hinweis 1 Meter Abstand zu halten am Anfang, am Ende und an ausgewählten Orten entlang der Spielstraße. Zur Einhaltung werden Kreidekreise auf die Straße gezeichnet, wo Kinder einzeln spielen können – sie schauen auch super aus! Auf Tisch-Bank-Kombinationen bzw. Heurigenbänken dienen Sitzpölster als Abstandsmarkierungen. Für Besucher*innen gibt es eine Station um die Hände zu desinfizieren. Ebenso gibt es bei jeder Spielstation Desinfektionsmittel und Plastikhandschuhe.

Um das Übertragungsrisiko zu minimieren werden die Kinder werden angeleitet sich vor dem Benützen der Spiele die Hände zu desinfizieren. Die Eltern werden gebeten darauf zu achten, dass ihre Kinder – vor allem jene im Alter von 1 bis 6 Jahren – auch die Hygienemaßnahmen berücksichtigen. Es gibt die „D-Station“ für die ausgegebenen Materialien, die von Mitarbeiter*innen betreut wird: Nach dem Spielen bzw. der Benutzung bringen die Kinder die benutzten Materialen zur Desinfektionsstation. Die Mitarbeiter*innen bringen das desinfizierte Material wieder zur jeweiligen Station zurück. Bei den Spielstationen gibt es einen definierten Platz, an dem ausschließlich desinfizierte Materialien abgelegt werden.

Wie funktioniert´s?

Unsere Vorgehensweisen haben sich im Juli bewährt und werden von den kleinen und großen Besucher*innen gut angenommen. Die Eltern sind diesbezüglich sehr unterstützend. Aus dem Desinfizieren der Spielmaterialien machen sich die Kinder bereits einen Spaß und empfinden das Hin- und Herlaufen eher als lustvoll denn als bremsend. Dennoch ist ein regelmäßiges Wiederholen unserer Anliegen und der Gründe im Gespräch notwendig.

Den Besucher*innen fällt es leichter, sich an die Desinfektionsmaßnahmen zu halten als an den Sicherheitsabstand. Das stellt die JUVIVO-Mitarbeiter*innen vor eine herausfordernde Aufgabe, da auf den ersten Blick nicht klar ist, wer befreundet und wer verwandt ist beziehungsweise wer im selben Haushalt lebt. Es passierte mehr als einmal, dass Geschwister aufgefordert wurden den Abstand einzuhalten. Mittlerweile wird vor allem auch bei Gruppen vorab nachgefragt, in welchem Verhältnis sie zueinanderstehen und ob sie sich nahe sein „dürfen“ oder nicht. Es kommt in diesen Gesprächen auch zu lustigen Situationen, die mittlerweile humorvoll aufgenommen werden.

Verein JUVIVO
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