7. Virtueller Stammtisch der Wiener Jugendarbeit

Am 12. Mai haben sich mehr als zwanzig Jugendarbeiter*innen beim Virtuellen Stammtisch über das Thema „Selbstfürsorge“ ausgetauscht. Elke Prochaszka hat dazu einen sehr gut aufbereiteten Input vorbereitet und wichtige Impulse gesetzt.

In den letzten Wochen hat sich die Jugendarbeit grundlegend von Face-to-Face-Kontakten auf digitale Kontakte oder auch Mischformen einstellen müssen. Zwar starten jetzt die Offline-Angebote der Jugendarbeit auch wieder, allerdings kann es gut sein, dass wir auch nach der Corona-Krise digitale Angebote beibehalten werden.

Für die Selbstfürsorge ist es wichtig, eigene Entscheidungen und auch Abgrenzungen vorzunehmen, z.B.: „Wann und wo möchte ich arbeiten? Wann bin ich erreichbar und wann auch nicht?“

Ein digitaler Arbeitstag kann anders strukturiert sein, als ein Arbeitstag im Jugendzentrum oder im Büro. Unterstützend ist es, wenn die Arbeitsstrukturen und -zeiten von der Organisation gut geplant sind. Dazu gehört natürlich auch, dass für Angebote der digitalen Jugendarbeit die technischen Voraussetzungen, wie z.B. Geräte, vorhanden und verfügbar sein müssen.

Viele Kolleg*innen haben berichtet, dass ihnen während des Phase des Lockdowns der direkte, persönliche Face-to-Face-Kontakt mit den Jugendlichen gefehlt hat. Man sah sich auf einmal einem Computer gegenüber und nicht mehr direkt dem/der Jugendlichen. Das war eine interessante und teilweise auch anstrengende Erfahrung, gerade auch dadurch, dass viele Jugendarbeiter*innen auch Energie und Befriedigung durch den direkten Kontakt erfahren. Dies lässt sich schwerer am Bildschirm erfahren.

Selbstfürsorge kann in dieser Zeit auch bedeuten, sich bewusst Zeit für Tätigkeiten und Arbeitsaufgaben zu nehmen: Zum Beispiel eine Stunde für Mails am Tag, Pausen einplanen, Geräte nach Dienstschluss abschalten, eigenes Setting für digitale Arbeit zu Hause so gestalten, dass man sich wohlfühlt.

Die Präsentation zum Thema „Selbstfürsorge“ von Elke Prochazka kann bei Anu Pöyskö angefragt werden:

Anu, Michi, Nadine (medienzentrum), Johanna, Aldo (ifp) & Stefan (jugendinfo/soundbase)

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