WIR sind hier – und das ist gut so!

In unserer Arbeit mit Kindern, Teenies, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt es unterschiedliche Themen und Schwerpunkte. Was uns aber quasi ständig in unserer Arbeit begleitet, sind Identität und soziale Gruppengefüge, Freundschaften, Beziehungen, Zusammengehörigkeit – also das WIR. „WIR – Wir sind hier“, den Fokus des WiG-Projekts Kinder-Gesundheitsstraßen 2018 haben wir von JUVIVO.15 also gerne aufgegriffen und wollten mit Kindern und Teenies unter anderem ihr gemeinsames Sein im öffentlichen Raum bearbeiten.

Der Ablauf des Projekts war uns bereits aus dem Vorjahr bekannt: Methoden- und Spielesammlung, Aktionen, bei denen sie mit Zielgruppen spielerisch und mit viel Spaß ausprobiert werden und abschließend der Gesundheits-Wegweiser, der von der WiG dazu erarbeitet und zum Download zur Verfügung gestellt wird. Wir haben also an insgesamt drei Terminen im April im Vogelweidpark, Reithofferpark und Wieningerpark Aktionen zum Thema „WIR – Wir sind hier“ veranstaltet. Im Gepäck hatten wir Materialien für unterschiedliche Spiele, die wir zum Teil extra dafür neu in unser Repertoire aufgenommen haben: den Fröbelturm, den schwebenden Stab, Reifen, die Zeitungsschlange, Riesenmikado, den Plockstift auch „Strippenzieher“ genannt u.v.m. Außerdem gab es viele kreative Bastelmöglichkeiten. Die Abschlussveranstaltung fand im Rahmen des jährlichen Wasserweltfestes am Leopold-Mistinger-Platz im Juni statt.

Kooperationsspiele als Mittel zum Zweck

Unser Fokus lag in der Umsetzung von Kooperationsspielen, um das gemeinsame Tun und Erleben der Teilnehmenden in den Vordergrund zu rücken. Sie haben sich aktiv mit dem sozialen Miteinander auseinandergesetzt und in den Spielen Gemeinsamkeiten gefunden. Die Zusammenarbeit ermöglichte ein Teambuilding und somit ein WIR-Gefühl – unabhängig davon, ob sich die Kinder davor schon kannten oder nicht. Und: Sie konnten öffentlich zeigen, was sie gemeinsam geschafft hatten!

Der Turm von Babel oder doch ein Fröbelturm?

Ein besonderes Erlebnis war bei jeder der drei Aktionstage das gemeinsame Bauen des Fröbelturms. Zuerst die Aushandlung, wer mit wem gemeinsam den Turm baut, dann stehen irgendwann alle im Kreis, ziehen an den Schnüren, die die Turmbauteile tragen sollen. Wenn sich alles eingependelt hat, dann herrscht aufgeregte Stille und Konzentration, manchmal unterbrochen von einem Enttäuschungslaut, wenn ein Baustein wieder runtergefallen ist oder der Turm unabsichtlich umgestoßen wurde. Das Erlebnis endet in Freudenschreien, erleichtertem Lachen, Jubeln, Einklatschen und Gratulationen – unglaublich viele Emotionen, die den Erfolg krönen. Und das alles egal ob die Kinder sich kennen, egal ob die Kinder sich sprachlich verstehen, denn es geht um das Gefühl für die gemeinsame Aufgabe und das Ziel.

Das Thema „Wir“ – im Hinblick auf ein soziales Miteinander im öffentlichen Raum erachten wir als besonders wichtig in und für unsere Arbeit. Es war eine schöne Erfahrung, dass nicht nur Kinder das gemeinsame Tun genossen, sondern auch viele Erwachsene aktiv oder beobachtend und anteilnehmend teilnahmen.

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Marcella, Helga und Zori
JUVIVO.15 Jugendarbeit
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